Allgemein

Meine Kunstgeschichte Teil 7

Im Jahr 2013 besuchte ich das letzte Frühjahrssemester an der Schwäbisch Haller Akademie. Dann zog ich um nach Hannover. Im letzten Semester versuchten wir uns an Selbstporträts…

parallel dazu entstanden abstrakte Serien:

Buntstiftzeichnung Din A 4, auf Papier
Buntstiftzeichnung Din A 4, auf Papier
Buntstiftzeichnung auf Papier, Din A 4

Ab Mitte 2013 entstanden sehr viele Bilder und viele Skizzenbücher wurden gefüllt. Einige von diesen Büchern habe ich schon in früheren Beiträgen gezeigt, einige zeige ich in Videos auf Instagram.

Allgemein

Kleiner Exkurs zwischendurch- was Bilder alles bewirken können….

In dieser ganzen,in den letzten Beiträgen beschriebenen,Phase wachte ich eines morgens mit einem Bild auf, das so deutlich vor meinen inneren Augen zu sehen war, dass ich es gleich malen musste:

Eine Wegkreuzung, nach allen Seiten offen. Egal von welcher Seite man kommt, man kann in jeder Richtung weitergehen…

Ich malte das Bild und legte es zur Seite, dachte nicht weiter darüber nach. An diesem Tag hatte meine älteste Tochter ihre erste große Abiturprüfung im Fach Kunst. Sie sollte ein Architekturmodell bauen, in Übungen vorher hatte die Lehrerin ihr große Hoffungen auf eine gute Note gemacht. Nachmittags , während eines Colloquiums zum gebauten Modell, ließ die Prüfungskommission durchblicken, dass meine Tochter nicht mit einer guten, sondern ziemlich schlechten Note rechnen müsste. Sie war am Boden zerstört, Kunst war ihr bestes Fach gewesen. In dieser ganzen Aufregung beschloß sie, das Abi ganz hinzuschmeißen, sie sagte, sie würde an weiteren Prüfungen nicht teilnehmen und nicht mehr zur Schule gehen.

Das brachte mich ziemlich auf die Palme, hatte ich sie doch durch die ganze Schulzeit begleitet und Unterstützung in jeder Hinsicht gegeben und nun sollte alles für die Katz sein? Ich zog mich zurück, um nicht wütend loszubrüllen und betete im Stillen um Weisheit. Wie sollte ich mit der Situation umgehen?

Nach einer Weile kam mir der Gedanke: „ du hast die Antwort heute morgen schon bekommen!“ Das Bild fiel mir wieder ein: Alle Wege sind offen, man kann in jeder Richtung gehen. Es fiel mir nicht leicht, aber ich sagte meiner Tochter: „Ich kann dich nicht zwingen zu weiteren Prüfungen zu gehen. Ich überlasse dir die Entscheidung, ganz frei und ohne Vorwürfe meinerseits sollst du entscheiden, wie du vorgehen willst. Wenn du nicht weitermachen willst, wird es einen anderen Weg geben, eine Ausbildung zu machen. Schlaf eine Nacht darüber und entscheide dann, wie du es für richtig hältst.“

Und sie schlief darüber, sie ging zu den weiteren Prüfungen und bestand ihr Abitur gut.

Ich bin heute immer noch sehr froh, dass es mir in dieser Situation gelang, nicht zu schimpfen, sondern gelassen zu bleiben. Dazu hat mir auf jeden Fall dieses von Gott geschenkte Bild geholfen.

Allgemein

Meine Kunstgeschichte Teil 5

Nachdem ich mit meinen Malereien nie so richtig zufrieden war und in meinem Beruf als Lehrerin und als alleinerziehende Mutter überfordert war, mündete alles in einem Burn Out, den ich 2009 so darstellte:

Abgewandt und müde in der einen Richtung , innerlich total abgewandt und verbrannt. ( Din A 2 Format, Buntstift, Bleistift, Ölpastellkreide)

Ich suchte Hilfe und Rat bei einem Therapeuten. Er half mir zwischen Lügen, die mein Leben geprägt hatten, und der Wahrheit zu unterscheiden. Ich malte die Wahrheit als kleines Pflänzchen, das langsam wuchs und strich die Lügen mit der Wahrheit durch:

Ich sah mich auch allein in einem Flur, alle Türen zugeschlossen, wo sollte ich hin?

Freunde schleppten mich eine Weile mit, aber es war zu schwer für sie, sie ließen mich liegen und gingen ihrer Wege:

Schließlich fand ich Wege, wieder aktiver zu werden. Einer war der Entschluss besser malen zu lernen, weil ich zunehmend feststellte, dass Malen mir half, mich zu entspannen und mich auszudrücken. Ich meldete mich zu einem Mal Workshop an. Dort malte ich zunächst folgendes Bild:

Müde und gefangen, gefesselt von einer Schlange, Tiger brüllten mich an, ein Hund bellte mich an….

Begleitend zu dem Mal Workshop gab es Vorträge zu verschiedenen Themen. Ein Vortrag zum Thema Hochsensibilität half mir zu verstehen, wie ich mich selbst vor zu vielen Eindrücken, Einflüßen , Gedanken schützen konnte. Ein weiteres Bild entstand:

Immer noch müde, aber doch schon mit geöffneten Augen, legte ich mir schützende Flügel um.
Allgemein

Meine Kunstgeschichte Teil 4

Mit: „meine Kunstgeschichte“ meine ich meinen eigenen künstlerischen Werdegang, meinen Weg, den ich weitgehend autodidaktisch gegangen bin. Schon immer habe ich gerne gemalt, meist war ich aber mit den Ergebnissen nicht zufrieden, vor allem in dem Alter zwischen 12 und 25 Jahren. Leider hatte ich auch keine guten Kunsterzieher in der Schule. Ein Zeichenlehrer im Gymnasium hielt seinen Unterricht über Jahre so ab: „ Malt mal ….“ dieses oder jenes Thema. Oder klebt eine Collage.“ Dann machte er Musik an und verschwand in einem Nebenraum, meist bis zum Ende der Stunde. Bis zum Ende meiner Schulzeit wusste ich nicht mal, dass man Zeichen-und Maltechniken erlernen kann. Später besuchte ich mal einen Aquarellmalkurs an der Volkshochschule, das brachte ein bisschen was, aber nicht wirklich viel. Dann kamen Ausbildung, Ehe, Kinder und andere Dinge waren wichtiger, nahmen mehr Raum ein. Doch nach meiner Scheidung, nach Jahren als alleinerziehende und berufstätige Mutter wurde ich zunehmend depressiv und krank. Malen und kreativ sein waren immer kleine Auswege aus diesen dunklen Zeiten.

2010 entstand zum Beispiel dieses Bild, links die guten Phasen mit Dingen, die mir Freude machten, rechts die tiefschwarzen, schweren Phasen. Ich schnitt die beiden Halbkreise aus, und klebte sie am rechten äußeren Rand so übereinander, dass sie überlappten, so klappte ich jeweils die aktuelle Version nach oben.
Auch dieses Bild entstand in jener Zeit. Mit zerknüllter Alufolie und schwarzer Linoldruckfarbe habe ich gedruckt und aus den zufällig entstandenen Formen heraus weitergezeichnet. Titel: „Schöpfung oder Urknall“
eine Buntstiftzeichnung aus jener Zeit. Das Kerngehäuse eines Apfels inspirierte mich hierzu.
Farbenfrohe Collagen und weitere Buntstiftzeichnungen…

Diese Zeichnungen und Collagen waren gute Möglichkeiten mich auszudrücken, aber meist war ich auch hier nicht komplett mit den Ergebnissen zufrieden….

Allgemein

Kunstgeschichte Teil 3

Hier folgen weitere Bilder aus den Heften 3-12:

Hier die Vorderseiten der Hefte 1-12
Und alle Rückseiten.
Und ein Blick hinein. Von Drucken bis Collagen, Zeichnungen, Aquarellen ist alles vertreten.
Diese Serie entstand 2010. Es sind 6 einzelne Tafeln im Format Din A 4, alle auf Holzplatten, mit Acrylstrukturpaste grundiert und mit Acrylfarbe gemalt.
Allgemein

Eine Auftragsarbeit ist endlich fertig geworden

Einige Tage vor Weihnachten habe ich damit begonnen: Format 140x60cm. Papier nass mit Klebestreifen aufgezogen und mehrfach weiß grundiert. Auf dem Bild sollten Cosmea und Plox zu sehen sein…Anfangs gefiel mir meine Arbeit gar nicht, es fiel schwer ohne frische Blüten ( um diese Jahreszeit nicht machbar), also nur nach Fotos zu malen, ohne dass das Bild steif und nüchtern wirkt. Mehrmals wollte ich es wieder zerstören und neu anfangen. Doch schließlich, nach der Weihnachtspause gelang es, und ich konnte es vom Holzuntergrund abschneiden und auf Leinwand aufziehen. Mein Mann baute noch einen schönen Schattenfugenrahmen dazu.Fertig! Der Frühling kann kommen! Was super funktioniert hat, war diese „Palette“: in einer flachen Kunststoffdose liegt ein leicht feuchter Schaumgummi. Darauf lege ich Wachstrennpapier ( benutzt man eigentlich zum Einfrieren mehrerer Fleisch- oder Brotscheiben, um ein Aneinanderkleben zu verhindern). Dieses Papier lässt von unten die Feuchtigkeit ausreichend durch um die Farben feucht zu halten, lässt aber von oben keine Farbe nach unten auf den Schaumgummi durch. Dadurch kann man angemischte Farbtöne (Acrylfarben) einige Tage lang frisch halten. Dazu sprühe ich sie ein bisschen mit Wasser an und verschließe die Plastikdose mit einem Deckel.

Neben der Farbe habe ich ein bisschen Wasser in einem Schälchen, so kann ich während dem Malen meinen Pinsel befeuchten und evtl. die Farbe befeuchten.

meine Kunst, meine Skizzenbücher

Ein Skizzenbuch, die Inspiration kam von Ossobucco

Ich liebe Bücher aller Art. Und binde und gestalte auch gerne selbst welche:hier ist eines meiner selbstgebundenen Büchlein: Es ist 14x15cm gross, ca.3 cm dick und enthält 40 Seiten zum Thema : Ossobucodie Form dieser Knochen fasziniert mich sehr, und immer wenn ich Ossobuco zubereite, bewahre ich nachher die Knochen auf, wasche sie gründlich in der Spülmaschine und lasse sie gut an der Sonne trocknen.

Auf jeden Fall regen sie mich immer wieder zum Gestalten an. Hier kommen die Seiten aus meinem Skizzenkünstlerbüchlein:Damit es nicht zu schwarz weiß und „knochig“wurde, habe ich immer farbige Seiten eingefügt.

Hier Teil 2:und die letzte Seite: