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20. Dezember

Jedes Jahr wurde bei uns 2 Tage vor Heiligabend das Wohnzimmer abgeschlossen. Wir Kinder durften nicht mehr hinein, nur Papa, Mama und „die Weihnachtsengelein“.

Und jedes Jahr schleppte mein Papa mein Puppenhaus vom Dachboden runter:
Papa richtete auch immer die Zimmer ein und setzte die Familie ( die unserer Familie entsprach) an den Tisch.
Das Kinderzimmer….
Für die Küche gab es die Bauernküchenmöbel und eine moderne Variante zur Auswahl:
In einem Jahr bekam ich das obere Stockwerk dazu, bis dahin hatte ich immer unten zwei mal zwei Zimmer.

Jedes Jahr räumte ich immer alles aus, was Papa so schön eingeräumt hatte und putzte erstmal alle Zimmer. Dann räumte ich alles wieder ein. Bis heute habe ich nahezu alle Teile unversehrt. Opas Brille ging verloren und ein einziges der winzigen Messerchen fehlt.

Wie ich ja schon mal beschrieben habe, durfte ich mir auch jedes Jahr auf dem Christkindlesmarkt eine Kleinigkeit aussuchen für das Puppenhaus.

Die oberen Servietten incl. Ringe kaufte ich dort. Die unteren mit den winzigen Röschen formte ich mir selbst aus einer im Ofen zu härtenden Modelliermasse.

Und immer hieß es: spiel vorsichtig damit, mach nichts kaputt!

Vier bis sechs Wochen nach Weihnachten wurde alles wieder sehr sorgfältig verpackt und auf dem Dachboden verstaut fürs nächste Jahr.

Und diese beiden Miniengelchen mussten mit brennenden Kerzen immer dabei stehen, sonst war Heiligabend nicht komplett!

Danke Papa und Mama für eure Mühe! Heute weiß ich das sehr zu schätzen!

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19. Dezember

Von allen Weihnachtsbüchern ist mir seit über 50 Jahren dies das allerliebste:

(Alt, aus meiner Kindheit, selbst bezahlt, daher keine Werbung)
Und hier kommt mein kleinstes Weihnachtsbuch:
Geöffnet sieht man ein kleines Diorama…
Die Buchdeckel sind magnetisch. Ein kleines, sehr süßes Kunstwerk!
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18. Dezember

Hinter dem 18. Türchen ist eine weitere Bastelarbeit von mir:

(Unbezahlte und unbeauftragte Werbung) Aus einer im Ofen zu härtenden Modelliermasse dünne Schichten auswellen, davon zwei oder mehrere übereinanderlegen, Walzen formen, evtl. mehrere Walzen aneinander setzen.
Die Gestaltungsmöglichkeiten sind unbegrenzt….
So sehen meine fertigen Perlen aus….ein schönes Mitbringsel oder last minute Weihnachtsgeschenk.

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17.Dezember

Meine Weihnachtsbüchersammlung. Einige habe ich schon seit meiner Kindheit, andere habe ich für meine Kinder im Laufe der Jahre dazu gesammelt.
Und dieses Buch hatte meine Mutter in ihrer Kindheit. Es ging leider in den Kriegswirren verloren. Sie erzählte uns oft von diesem Buch und suchte jahrelang nach einer Neuauflage im Buchhandel ( Wie das Eselchen das Christkind suchte – war der Originaltitel)
Sie freute sich unglaublich, als sie dieses Buch- unter neuem Titel- im Buchhandel wiederentdeckte.

Und wir lesen es alle heute noch gerne, Kinder, Enkel und inzwischen auch die Urenkel.

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13. Dezember

Nun ist der 3. Advent fast schon um. Und ich hab das heutige Türchen hier noch nicht geöffnet …
Dieses Heft bewahre ich seit vielen Jahren auf. Die „Quelle“ war DAS Waren-und Versandhaus. Wenn der Quellekatalog zu uns nach Hause kam, war das ein kleines Fest für mich. Ich liebte es darin zu blättern und besonders auf den Spielzeugseiten träumte ich davon, was ich alles gern hätte. Für meinen Wunschzettel schnitt ich alles mögliche aus dem Katalog aus und klebte es auf lange Listen.
Außerdem liebe ich dieses Heft, weil es über den Nürnberger Christkindlesmarkt berichtet. Als Nürnbergerin liebte ich diesen Markt sehr.
Am Hauptmarkt, unter der Frauenkirche, rund um den schönen Brunnen wird der Markt jedes Jahr aufgebaut, mindestens seit 1697!!!
Über einem der Eingänge hängt jedes Jahr ein riesiger Rauschgoldengel. Viele Nürnberger basteln diese Engel selbst oder haben zumindest einen gekauften zuhause.

Mein Papa ging jedes Jahr mit uns Kindern zum Christkindlesmarkt. Oft an einem Sonntagmorgen, wenn es noch leerer dort war. Meist waren alle Buden schön verschneit, es roch wunderbar nach Lebkuchen und Glühwein, nach Bratwürsten und Süßigkeiten. Es gab einen Stand, zu dem wollte ich immer unbedingt hin. Dort bot eine alte Frau viele Kleinigkeiten für Puppenhäuser an. Ich konnte mich als Kind daran nicht sattsehen.

Es gab zum Beispiel kleine Blumentöpfe. Und diesen Salzstangenhalter.
Oder dieser Kerzenständer für den Advent…
Pfannen und Kuchenformen… Jedes Jahr durfte ich mir EINE Kleinigkeit für mein Puppenhaus aussuchen und Papa kaufte sie mir.

Als ich später schon eigenes Taschengeld hatte, wählte ich immer noch jedes Jahr ein oder zwei Dinge aus. Und ich habe diese Dinge und das Puppenhaus immer noch.

Wie schade, dass dieser Markt ( und viele andere) in diesem Jahr nicht stattfinden durfte.