Allgemein

Warten

Warten … bis Mama Zeit hat zum Spielen

Warten… auf Weihnachten

Warten…bis man in die Schule kommt

Warten…auf Prüfungsergebnisse

Warten…auf Freunde, die zu spät kommen

Warten… auf DEN Richtigen

Warten…auf das erste Kind

Warten…bis das Kind endlich einschläft

Warten…bis das Kind aufwacht

Warten…weil das Kind noch spielen will

Warten…bis der Teenager spät nachts nach Hause kommt

Warten…auf verspätete Züge

Warten…auf ersehnte Liebeserklärungen

Warten…auf Gebetserhörungen

Warten…auf Antworten

Warten…bis man so leben kann, wie man will

Warten…aufs Essen im Altenheim

Warten…verbraucht ganz schön viel Lebenszeit!

Allgemein

Grauer November

Die letzten Tage waren ziemlich grau und still hier…hab keine neuen Bilder gemalt, nur gestrickt. Gestern waren wir im Sprengelmuseum. wir haben die Ausstellung von Florentine Pakosta angeschaut. Sehr beeindruckende, großformatige Zeichnungen.was waren das wohl für Mütter? Waren sie emphatisch? Wie würde unsere Welt aussehen, wenn Kinder überall auf der Welt liebevoll erzogen würden?

Nach dem Ausstellungsbesuch waren noch hier:passend zu grauen Tag und den Strukturen, die Frau Pakosta zeichnet…

Allgemein, meine Kunst

Inspiration 4

Und noch ein Weg, Motive zu finden:hier ein Bild von Edouard Manet, „Bar in den Folies-Bergère“. Wir wählten als Gruppe den Ausschnitt rechts unten und stellten das Stillleben mit realen Gegenständen nach.das sah dann so aus. Jeder Schüler sah aus einem anderen Blickwinkel.Ich malte es zunächst so. Danach im Hochformat:Dann hatte ich den Gedanken, dass die Dame auf dem Originalbild von Manet irgendwann keine Lust mehr hat hinter der Bar zu stehen und stellte mir vor, wie sie alle Gegenstände umwarf…Im Hintergrund sieht man sie aus dem Bild gehen…

Danach ließ ich alle Gegenstände frei im Raum schweben…Danach wählte ich eine abstraktere Darstellung der Gegenstände:weitere Varianten mit den Grundfarben, stark vergrößerten Formen, und mit den Mischfarben erster Ordung:morgen gibts noch mehr Varianten….

Allgemein, meine Kunst

Inspiration 3

Hier kommt eine ziemlich ungewöhnliche Art der Inspiration, allerdings ist die bestimmt nicht zur Nachahmung empfohlen:

An einem Silvesterabend lud mich jemand zum Essen ein. Ich hatte keine Lust dorthin zu gehen, ließ mich dann aber überreden. In aller Eile vergaß ich meinen Hausschlüssel, zu allem Überfluss ließ ich ihn innen am Haustürschloß stecken und konnte somit später, als ich das Malheur feststellte, die Tür auch mit dem Ersatzschlüssel nicht aufschließen. Ich kehrte gegen 22:30 nach Hause zurück und konnte also nicht mehr ins Haus. Da ich am Silvesterabend kaum damit rechnen konnte, dass ein Schlüsseldienst kommen würde, beschloß ich die kleinste Fensterscheibe im Haus einzuschlagen, um ins Haus zu kommen. Das einzige passende Fenster war das zur Garage. Drinnen stand allerdings mein Auto, so dass ich nicht einfach einen Stein werfen konnte, damit hätte ich ja das Auto auch noch beschädigt. Also nahm ich einen sehr großen Stock und rammte ihn mit voller Wucht durch das Fenster. Dabei rutschte ich ab, in die Scherben. Ich konnte den Griff des Fensters öffnen und so durch die Scheiben ins Haus gelangen. Drinnen sah ich das Blut an meiner linken Hand laufen… Ich verschloss den Durchgang von der Garage ins Haus, und fuhr so schnell wie möglich, mit abgedrückter Blutung ins Krankenhaus. Da saßen schon einige Patienten mit Böllerverletzungen. Schließlich kam ich dran, die Wunde wurde untersucht und genäht und genau um Mitternacht konnte ich die Notfallambulanz wieder verlassen, mit dickem Gipsarm. Man sagte mir, dass wahrscheinlich ein Nerv verletzt worden war, und dass ich sicherlich eine weitere OP benötigen würde, um den Nerv wiederherzustellen. Zuhause verschloss ich noch mit einem Brett notdürftig das eingeschlagene Fenster.

Ich war mit dem linken Daumen in die Scherben gerutscht und hatte zunächst gar keinen Schmerz gespürt, weil eben der Nerv durchtrennt worden war.

Nun hatte ich also viel Zeit und Ruhe zum Malen…schließlich kann man einhändig nicht allzuviel unternehmen. Zum Glück war es „nur“ die linke Hand und ich konnte mit rechts weiter arbeiten. Nach einer Woche folgte eine erneute Op, wieder mit anschließendem Gipsarm. Die Chirurgin sagte mir, es könne sein, dass der Nerv wieder zusammen wächst und wieder voll funktionsfähig wird. Das brachte mich auf die Idee, meinem Nerv eine kleine Motivationshilfe zu geben, damit er schön verästelt neue Verbindungen bildet. So entstand folgende Zeichnung:Leider spornte es meinen Nerv nicht zum Wachstum an und mein linker Daumensattel ist bis heute taub geblieben.