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Meine Kunstgeschichte Teil 9c (2015)

Nach dem ich bereits eine Weile in Hannover gelebt hatte, entdeckte ich bei einer Veranstaltung ( Tag des offenen Ateliers) die Künstlerin Inge Marion Petersen. Sie bot Zeichenkurse an. Ich meldete mich an und zeichnete dort in einer ersten Übungsstunde diese Ringelblume ( daheim vervollständigte ich das Blatt…) (Buntstift auf Papier, Din A3)

Bei Inge lernte ich viel über Schraffuren und Formlinien. Hier einige Übungen:

Dann ging es weiter mit Buntstiftzeichnungen:

Lampionblume ( Buntstift auf Papier Din A3)
Eine Drachenfrucht
Feuerlilie. Die Schwierigkeit bestand immer darin, die Blume fertig zu zeichnen, bevor sie komplett verwelkt war. Meist brauchten wir mindestens 2 Kursabende für eine Zeichnung… so lange hielten die Blumen auch meistens durch. In der 3. Woche wurde es dann schon schwierig. Mir ist es aber immer wichtig, nach dem echten Modell zu zeichnen, nicht vom Foto.
Bei diesem Stillleben drängte die Zeit nicht so. Die Glasflasche, die Metallkanne konnten ja nicht verwelken, die Quitten hielten auch sehr lange. ( Buntstiftzeichnung, Din A 2 )
Auch dieses Stillleben entstand im Zeichenkurs ( Bleistift, Aquarellfarben, Fineliner 40x40cm)
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Meine Kunstgeschichte Teil 9a

So, nach einer willkommenen Unterbrechung durch Enkelbesuch gehts jetzt weiter mit meiner Bilderflut. Inzwischen schon im Jahr 2015. Ausgelöst durch die Beobachtung von Pflanzen in meinem Garten und Haushalt, entstand folgende Serie:

Dies sind die Strukturen von Samen der Herbstanemone. Wenn man ein Samenbüschel zerlegt und etwas vergrößert betrachtet, entdeckt man die mandelförmigen Strukturen.
(Aquarellfarben, Bleistift, weißer Gelstift, Fineliner auf Papier, 20x20cm groß)
Hier Strukturen der Lampionblume. Bei Gartenarbeiten entdeckt man immer mal wieder die „
feingliedrigen „Gerüste“ von den Physallislampions.
(Aquarell, Feinliner, Bleistift 20x20cm auf Papier)
Ginkgo
Granatapfel
Orange
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Socken retten

Heute mal zur Abwechslung was anderes: Socken retten! Ist auch eine Kunst … Ich stricke und trage gerne Wollsocken. Meist halten sie sehr, sehr lange, aber irgendwann bekommt auch der beste Socken ein Loch

Aber:

Meistens ist die Ferse und das Bündchen noch gut erhalten und weil Bündchen stricken länger dauert als den Fußteil zu stricken, versuche ich meistens zu retten, was zu retten ist. Ich könnte das Loch gut stopfen, aber das hält dann auch meist nicht sooo lange. Also mache ich folgendes:
Ich schneide die kaputte Kappe ab und
…und fange die Maschen mit der Stricknadel wieder auf. Ist etwas fummelig, aber machbar.
Alle Maschen gerettet….
Neue Kappe angestrickt und FERTIG! Jetzt halten sie bestimmt nochmal zwei Jahre. Recycling a la Oma. Bin ja schließlich eine…
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Kleines Zwischenspiel

Bei all den Beiträgen über die Bilder, die ich alle schon gemalt habe, beim „Gang durch meine eigenen Kunstgeschichte“ stoße ich immer wieder auf weitere Bilder. Eines davon habe ich als Geschenk für einen besonderen Menschen gemalt. Er liebt Oldtimer, nicht unbedingt mein Sujet, aber ich pirschte mich ran, an das Thema:

Zuerst sammelte ich verschiedene Modelle ….
Ich überlegte, sie alle in der gleichen Richtung anzuordnen und nach Jahrgang aufsteigend zu malen….
Oder vielleicht etwas abstrahierter, nur Konturen???
Mein Bruder schlug diese Variante vor….:-)
Erste gemalte Versuche….
Weiterer Versuch…
Dann musste noch das Emblem hinzugefügt werden.
Geschafft!
Der POrscheTraum kann weitergeträumt werden.

Bild im Format 100x 140, Eitempera und Acryl auf Papier und Holzplatte.

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Meine Kunstgeschichte Teil 8

Im Jahr 2013 besuchte ich das letzte Frühjahrssemester an der Schwäbisch Haller Akademie. Dann zog ich um nach Hannover. Im letzten Semester versuchten wir uns an Selbstporträts…

parallel dazu entstanden abstrakte Serien:

Buntstiftzeichnung Din A 4, auf Papier
Buntstiftzeichnung Din A 4, auf Papier
Buntstiftzeichnung auf Papier, Din A 4

Ab Mitte 2013 entstanden sehr viele Bilder und viele Skizzenbücher wurden gefüllt. Einige von diesen Büchern habe ich schon in früheren Beiträgen gezeigt, einige zeige ich in Videos auf Instagram.

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Meine Kunstgeschichte Teil 7

Im Frühjahrsemester 2011 beschlossen wir dann Stillleben zu malen. Wir bauten ein Stillleben im Atelier auf, es stand dort fast das ganze Semester lang, zunächst waren frische Trauben und Mandarinen dabei, später wurden diese wegen Schimmel entfernt. Jeder Schüler malte dieses Stillleben, jeweils aus seinem eigenen Blickwinkel.

Dieses Bild von Manet war der Ausgangspunkt für das Stillleben, unten rechts.
So bauten wir es im Studio auf. Am schwierigsten fand ich das Darstellen der Gläser und der Falten des weißen Tuches.
So habe ich es zuerst gemalt
Weitere Variante im Hochformat. Eitempera auf Papier.
Irgendwann wurde es der Dame an der Bar zu dumm, sie warf alles um und verschwand hinter dem Vorhang.
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Meine Kunstgeschichte Teil 6

Nachdem ich durch den Workshop ermutigt war, weiter zu malen, besuchte ich eines Tages eine kleine Werkausstellung von Studenten der Kunstakademie in Schwäbisch Hall. Dort wurden Arbeiten ihres Vorbereitungssemesters gezeigt. Ich betrachtete die Zeichnungen und Drucke, die auf langen Tischen ausgelegt waren. Ein Mann trat zu mir und sagte zu mir: „Das können Sie auch!“ Ich schaute ihn erstmal sprachlos an, woher wusste er, welche Gedanken mich bewegt hatten? Nämlich genau die Frage: „Könnte ich das auch?“ Später stellte sich heraus, dass es der Leiter und Gründer der Akademie war, Herr Michael Klenk, der dort bis heute unterrichtet. Ich nahm einen Flyer mit und meldete mich tatsächlich für das Herbstsemester an. Ein Malkurs, der mittwochs stattfand, an meinem freiem Tag. Bei der ersten Veranstaltung erklärte uns Frau Susanne Neuner, wie man Farbpigmente zu Eitemperafarben verarbeitet. Dann sagte sie, wir sollen das Thema: „Inhalt“ malen. Und verließ den Raum. Ich erinnerte mich an meinen Zeichenlehrer am Gymnasium, der ja auch immer aus dem Unterricht verschwunden war…und wurde immer aufgeregter. Was sollte ich bloß malen? Und was, wenn es nichts wurde? Und wenn die anderen Schüler besseres malten? Zuerst versuchte zaghaft den Inhalt meiner Handtasche zu zeichnen, wie von Frau Neuner vorgeschlagen. Das sah nach gar nichts aus, ich wurde immer mutloser. Dann versuchte ich es mit dem Inhalt eines Glases,das im Regal stand:

Pinsel, ein Sieb, eine Rohrfeder steckten darin. Es war ein kläglicher Versuch, aber die Stunde war bald um. Zuhause ergänzte ich noch den roten Kreis, um wenigstens irgendwas aus dem Bild zu machen. Hatte ich mich falsch entschieden? War dieser Kurs zu schwierig für mich? Die anderen Schüler hatten so tolle Bilder gemalt…

Wie sollte das beim nächsten Mal weitergehen? Aufgeregt fuhr ich am nächsten Mittwoch wieder hin. Ich zitterte richtig, weil ich doch so gerne malen lernen wollte, aber so unsicher war. Und bezahlt hatte ich schließlich auch einiges.

Diesmal erklärte uns Frau Neuner, wie man Papier nass auf ein Brett aufzieht und grundiert, um darauf zu malen, ohne, dass es sich wellt. So braucht man nicht immer neue Leinwände. Dann meinte sie, wir sollen nochmal „Inhalt“ malen. Ich war gewappnet und hatte eine Schale und Äpfel von zuhause mitgebracht, malte also den Inhalt einer Obstschale.

Äpfel aus dem eigenen Garten, Zitrone und Pampelmuse, in einer von meiner Mutter getöpferten Schale. Eitempera auf Papier, Din A2

Dieses Mal war ich schon zufriedener mit meiner Arbeit.

Der Inhalte einer Tube….
Der Inhalt einer Papiertüte…

Nach und nach fühlte ich mich etwas sicherer. Und übte: Sehen. Und übte: Malen.

Am Ende jeder Unterrichtseinheit stellten wir alle Bilder nebeneinander und verglichen, gaben gegenseitig Tipps. Keiner kritisierte den anderen negativ, man ließ sich gegenseitig stehen. Es waren Schüler dabei, bei denen ich mich fragte, warum sie einen Malkurs besuchten, obwohl sie in meinen Augen perfekt malen konnten. Andere waren noch unsicherer als ich. So gingen wir gemeinsam den Weg durch das Herbstsemester. Mich beflügelten diese Stunden und ich fing an, auch daheim immer mehr zu malen, zu zeichnen, Collagen anzufertigen. Skizzenbuch und Skizzenbuch füllte sich.