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Sätze, die mich bis heute prägen

„Im Krieg wären wir so froh gewesen, über das bisschen Butter, das noch an so einem Butterpapier hängt. Wir hätten es sehr sorgfältig abgekratzt

An diesen Satz meiner Mutter muss ich IMMER denken, wenn ich Butter verwende. Ich kratze das Papier auch immer brav sorgfältig ab.
Um auch den letzten Rest aus Behältern zu benutzen, „baue“ ich Konstruktionen, damit ja nichts verschwendet wird. Das hat Mama uns antrainiert.
Vielleicht das krasseste Beispiel ihrer Sparsamkeit (abgesehen davon, dass sie Kaffeefilter leerte, das Papier trocken ließ, und mehrfach zum Filtern verwendete), das krasseste war aber, dass sie uns beibrachte, wie man mit nur 1 Blatt Toilettenpapier auskommen kann: Man muss ein Drittel einfallen, dann längs falten

Dann hat man am oberen Ende des Blattes ein viertägiges Teil. Das reicht fürs „kleine Geschäft“, sagte sie.

Ich glaube, in unserer Familie hielt sich niemand außer sie an diese irre Sparsamkeitsregel.

Aber: diese Sparsamkeit hatte auch ihre guten Seiten. Gestern suchte ich nach einer Möglichkeit, den kaputten Teil meines Reißverschlusses an meinem Wintermantel zu reparieren. Und was fand ich?

Sie hat einfach ALLES aufbewahrt. Danke Mama!!!

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