Allgemein

Die unbekannten Wege sind die Geschenke des Lebens

Das ist ein Spruch, der in einer Schale steht, die ich mal geschenkt bekommen habe. Immer wieder entdecke ich, dass da viel Wahres drin steckt. Wie kann man neues erleben, entdecken, wenn man tagaus, tagein dieselben Wege geht, denselben Gewohnheiten nachgeht?

Gestern begleitete ich meinen Mann auf einer Dienstreise nach Osnabrück. Er liess mich auf dem Weg zu einem Termin an einer Stelle in der Stadt aussteigen, in der Nähe der Fußgängerzone. Zuerst dachte ich: Was für eine gräßliche Gegend…graue Häuser, Bauzäune, Parkhäuser, trotz herrlichem Herbstwetter wirkte alles trostlos, die üblichen Ladenketten verbesserten den ersten Eindruck nicht.

Ich hatte Zeit, ließ mich treiben, ging, wie es gerne mache, mal in die „2.Reihe“, also hinter die aufgemotzten Ladenstraßen und entdeckte wunderbare kleine Lädchen mit schönem (ÖKO) Sortiment, mit gemütlichen Kaffeeecken, stillenden Müttern….

Und diesen Weg: und auf diesem Weg diesen Garten:Ich konnte nicht mehr sehen, als man auf diesem Bild sieht: nämlich wilde Wiese, Bäume, Zaun. Und eben keine Habseligkeiten, obwohl dieses Schild ja deutlich darauf hinwies.

Ich dachte an die schönen Lädchen mit den Büchern, Schals, Postkarten, Kaffeebechern und all den Dingen, vor denen ich mir früher gewünscht hätte, dass ich sie mir leisten könnte. Und sie mir eben nicht leisten konnte.

Heute könnte ich sie mir leisten. Heute denke ich: Schöne Dinge! Aber ich brauche sie nicht wirklich. Ich freue mich daran, sie anzuschauen. Das genügt.

Habseligkeiten. Macht es selig, zu haben?

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