Allgemein, meine Kunst

Inspiration 3

Hier kommt eine ziemlich ungewöhnliche Art der Inspiration, allerdings ist die bestimmt nicht zur Nachahmung empfohlen:

An einem Silvesterabend lud mich jemand zum Essen ein. Ich hatte keine Lust dorthin zu gehen, ließ mich dann aber überreden. In aller Eile vergaß ich meinen Hausschlüssel, zu allem Überfluss ließ ich ihn innen am Haustürschloß stecken und konnte somit später, als ich das Malheur feststellte, die Tür auch mit dem Ersatzschlüssel nicht aufschließen. Ich kehrte gegen 22:30 nach Hause zurück und konnte also nicht mehr ins Haus. Da ich am Silvesterabend kaum damit rechnen konnte, dass ein Schlüsseldienst kommen würde, beschloß ich die kleinste Fensterscheibe im Haus einzuschlagen, um ins Haus zu kommen. Das einzige passende Fenster war das zur Garage. Drinnen stand allerdings mein Auto, so dass ich nicht einfach einen Stein werfen konnte, damit hätte ich ja das Auto auch noch beschädigt. Also nahm ich einen sehr großen Stock und rammte ihn mit voller Wucht durch das Fenster. Dabei rutschte ich ab, in die Scherben. Ich konnte den Griff des Fensters öffnen und so durch die Scheiben ins Haus gelangen. Drinnen sah ich das Blut an meiner linken Hand laufen… Ich verschloss den Durchgang von der Garage ins Haus, und fuhr so schnell wie möglich, mit abgedrückter Blutung ins Krankenhaus. Da saßen schon einige Patienten mit Böllerverletzungen. Schließlich kam ich dran, die Wunde wurde untersucht und genäht und genau um Mitternacht konnte ich die Notfallambulanz wieder verlassen, mit dickem Gipsarm. Man sagte mir, dass wahrscheinlich ein Nerv verletzt worden war, und dass ich sicherlich eine weitere OP benötigen würde, um den Nerv wiederherzustellen. Zuhause verschloss ich noch mit einem Brett notdürftig das eingeschlagene Fenster.

Ich war mit dem linken Daumen in die Scherben gerutscht und hatte zunächst gar keinen Schmerz gespürt, weil eben der Nerv durchtrennt worden war.

Nun hatte ich also viel Zeit und Ruhe zum Malen…schließlich kann man einhändig nicht allzuviel unternehmen. Zum Glück war es „nur“ die linke Hand und ich konnte mit rechts weiter arbeiten. Nach einer Woche folgte eine erneute Op, wieder mit anschließendem Gipsarm. Die Chirurgin sagte mir, es könne sein, dass der Nerv wieder zusammen wächst und wieder voll funktionsfähig wird. Das brachte mich auf die Idee, meinem Nerv eine kleine Motivationshilfe zu geben, damit er schön verästelt neue Verbindungen bildet. So entstand folgende Zeichnung:Leider spornte es meinen Nerv nicht zum Wachstum an und mein linker Daumensattel ist bis heute taub geblieben.

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